Archiv des Autors: blondy2710

Das Nibelungenlied

Standard
bedeutende Literatur – lebhaft erzählt
Prof. Kunze lehrte bis zu seiner Emeritierung ältere deutsche Literatur an der Universität Freiburg. Zahlreiche Publikationen zur mittelalterlichen Literatur und Sprachgeschichte haben seinen hervorragenden Ruf in der wissenschaftlichen Welt begründet. Einer breiten Öffentlichkeit ist er als Dialekt- und Namensforscher bekannt. Er präsentierte am 27. September das Nibelungenlied im Gutacher Feuerwehrhaus einer kleinen interessierten Zuhörerschaft.
Kunze ging in Donaueschingen zur Schule und da er von einem schlimmen Heuschnupfen geplagt wurde musste er den Unterricht verlassen. So ging der Schüler Kunze aus Langeweile in die Fürstenbergische Hofbibliothek und kam dort mit der original Handschrift in Berührung. Dieses Werk hat großes Interesse bei ihm geweckt und lies ihn nicht mehr los. Es gehört heute um Weltdokumentenerbe der UNESCO und war mit der Auslöser für seine berufliche Zukunft.
Er wusste zu berichten, dass die Nibelungensage bis in die Zeit der germanischen Völkerwanderung zurückreicht und war im deutschen, nordischen und englischen Sprachraum das ganze Mittelalter hindurch sehr bekannt. Vor ungefähr 800 Jahren aufgeschrieben, ein poetisches Wunder mit ca. 2400 Strophen war es ein Bestseller zur damaligen Zeit. Gut könne man sich vorstellen, wie das Publikum an langen Abenden gespannt dem Erzähler lauschte. Jedem Zuhörer damals musste klar gewesen sein, dass die Handlung zu einem blutigen Höhepunkt führen müsse.
Nach diesem kurzen Abriss nahm Prof. Kunze die Zuhörer mit in das Spiel von Liebe und Intrigen, Macht, Rache und Verrat. Gegliedert in zwei Teile steht im ersten Teil Kriemhilds erste Ehe mit Siegfried und Siegfrieds Tod im Mittelpunkt, im zweiten Teil Kriemhilds Rache. Kunze stellt das Bild der Frau anhand Kriemhild und des Mannes anhand Hagen von Tronje vor: Zuerst gefügig unter der Vormundschaft des Vaters, nach dessen Tod der Brüder und nach der Hochzeit des Ehemanns verlangt Kriemhild einen Anteil des Erbes von Ihren Brüdern, sie lehnt sich jetzt gegen die Vormundschaft auf und verlangt das gleiche Recht. Das Streben von Ruhm bis über den Tod und wahres Heldentum ist der Antrieb für die Handlungen der tapferen Recken, sowie die ererbte Gefolgspflicht. Diese kann niemals für eine Frau gelten, deshalb wird Kriemhild das Erbe verwehrt. Lebhaft berichtete Kunze zuerst von glücklichen Tagen und Festen, im zweiten Teil von Schmerz und Klage in der mittelhochdeutschen Urversion und übersetzt in verständliches Neuhochdeutsch. „Das Werk ist in sich nicht schlüssig“, so Kunze und eher verworren. Es vermengt alte Sagen und Legenden um die Germanen von Island bis Burgund, sowie das Donaugebiet bis Ungarn. „Die Zeiträume gehen vorne und hinten nicht auf und lassen erahnen wie die Menschen im 13. Jahrhundert die Welt erlebten.“
p1010050.jpg
Die Vorsitzende Frau Bärbel Wöhrle dankte im Namen der Landfrauen Herrn Prof. Kunze für den lebendigen Vortrag mit einem Honigschnaps, der solle gegen Erkältung helfen, wenn man in vorher trinkt und einem kleinen original Bollenhut.

Endlich Tomaten!

Standard

Herrlicher Sonnenschein und gute Laune begleitete den Ausflug der LandFrauen Gutach zum Demeterhof Rudmann in Ihringen-Wasenweiler. Die Zeit bis zur Führung wurde genutzt um das reichhaltige Angebot im Hofladen in Augenschein zu nehmen. Neben Obst, Gemüse und 25 Sorten Tomaten sind vielfältige Artikel im Verkauf u.a. Bio-Eis, Käse, Brot, Kuchen, Wein, die auch auf Wochenmärkten im Elsass und Freiburg vermarktet werden.

P1000401

Betriebsleier Kilian Rudmann führte uns in sein 800 qm großes Tomatengewächshaus das er seit 2013 nutzt und seit 2018 auf Demeter-Betrieb umgestellt hat. Erfolgreich experimentiert er mit Roggenstroh, das den Boden im Gewächshaus vor dem Austrocknen schützt und die Bodenlebewesen fördert. Auf kleiner Fläche läuft ein Versuch mit Studentenblumen gegen Nematoden. Der Betrieb setzt auf samenfeste Liniensorten. Die Mutter des Betriebsleiters hat das umfangreiche Wissen und gewinnt die Samen, sodass die Sorten selbst nachgebaut werden können. Die Pflanzen werden händisch gepflegt ohne Messer und Scheren. Verletzte Stellen kommen so nicht mit Metall in Berührung und können nicht oxydieren. Gleichzeitig findet durch die Erschütterung der Pflanze bei der Pflege die Bestäubung statt, es werden keine zugekauften Hummelvölker mehr eingesetzt. Probleme bereitet eine eingeschleppte Wanzenart die nicht nur an Tomaten saugt. Nach ausgiebiger Besichtigung, einem Überblick über die Tomatenvielfalt und grundlegenden Informationen zur Pflege begann die Verkostung zum Vergleich mit einer Hybrid-Tomate aus der Massenproduktion. Danach kamen nacheinander die hofeigenen Tomaten auf den Tisch und so vielfältig die Formen und Farben, so vielfältig der Geschmack. Tomaten im Glas oder roh eingefroren, so kann der Geschmack nach Sommer für die tomatenlose Zeit konserviert werden. Der Abschluss fand im Martinshof Wasenweiler statt. Im gemütlichen Biergarten bei leckeren Speisen und Getränken klang der Tag gemütlich aus.

 

Kräuterführung

Standard

Am Samstag 29.06.2019 besuchten einige Landfrauen und Gäste den Weidenbühlhof in Nordrach.

Kräuterwanderung 06.2019.1

Dort wurden wir von Martina Webering herzlich begrüßt. Sie führte die Frauen zu Ihrem am Steilhang angelegten Kräutergarten und zeigte auch die danebenliegenden Beerenkulturen. Sie erklärte für was die Kräuter verwendet werden können (Naturmedizin und Küche). Das Obst verarbeitet Sie zu Likören und Schnaps.

Nach der Führung in der hochsommerlichen Hitze freuten wir uns über das erfrischende Getränk auf der schönen Terrasse. Martina Webering verwöhnte die Frauen mit Spezialitäten, die Sie aus Ihren Kräutern zubereitet hatte und beantwortete gerne die Fragen, die im Laufe des Nachmittages gestellt wurden. Für Alle war es ein informativer und geselliger Nachmittag.

Ein herzliches Dankeschön an Bettina Breithaupt für die gute Organisation.

Kräuterwanderung 06.2019.2

Landfrauenausflug 2019

Standard

Am ersten Sonntag im Juni startete ein fast voller Bus mit Landfrauen/-männern und einigen Gästen zum Jahresausflug Richtung Bodensee.

An der Raststätte“Hegaublick“ fand der erste Stopp statt. Schnell wurde der Bus ausgeräumt. Bei strahlendem Sonnenschein konnte sich alle an dem reichhaltigen Frühstücksbuffet stärken und die schöne Landschaft des Hegaus betrachten.

ausflug-bodensee-02-06-2019-frc3bchstc3bcck.jpg

Nach einer kurzen Weiterfahrt kamen wir bei Engen zur Reichenauer Gärtnersiedlung, wo uns Herr Alexander Seitz zu einer Führung begrüßte.

Die Anlage wird von 5 Reichenauer Gärtnern betrieben und liefert seit 8 Jahren überwiegend Paprika und Auberginen an EDEKA: Bei dem Rundgang bekamen wir einen beeindruckenden Einblick in den biologischen Anbau des Gemüses auf 13 Hektar unter Glas und die vollautomatische Sortierung und Verpackung des Paprikas. Zum Abschluss durfte jeder Teilnehmer noch einige rote und gelbe Paprikas mit nach Hause nehmen.

ausflug-bodensee-02.06.2019-paprika.jpg

 

Danach fuhren wir nach Konstanz, wo wir nach einem kleinen Aufenthalt auf das Schiff gingen. Bei den sommerlichen Temperaturen war die Überfahrt nach Meersburg einfach herrlich.

In Meersburg hatten wir Zeit für einen Spaziergang an der Uferpromenade und in der Altstadt oder um was Leckeres zu genießen. Am späteren Nachmittag starteten wir zur Weiterfahrt und aufgrund einer Sperrung fuhren wir auf Umwegen durch das schöne Hinterland bis wir beim „Berggasthof Höchsten“ ankamen. Dort wurde zum Abschluss noch gemütlich eingekehrt. Ein kleiner Verdauungsspaziergang auf dem „Schwäbisch-Alemannischen Mundartweg“ und die Besichtigung des herrlichen Kräutergartens des Berggasthofes rundeten diesen schönen Tag ab. Nach einem letzten Blick auf die schöne Landschaft fuhren wir nach Gutach zurück.

Ein herzliches Dankeschön an Bärbel und Gerhard Wöhrle für die gute Organisation des Ausfluges, ebenso allen Spendern, die das tolle Buffet ermöglicht haben.

Nicht aus der Tüte- Fixe Soßen selbstgemacht

Standard

Soßenabend3-04.2019

Wie man fixe Soßen mit frischen Zutaten kostengünstig zubereitet hatte viele Frauen interessiert. Bärbel Wöhrle freute sich über das große Interesse und begrüße die Frauen in der Schulküche der Hasemann-Schule. Ebenso die Referentin Frau Ingrid Vollmer-Haug vom Ernährungszentrum Ortenau.

Zuerst wurde ein Rinderbraten mit Gemüse vorbereitet und in den Backofen gestellt. Dann bereitete Frau Vollmer-Haug noch vier weitere Soßen zu, die zu einem Hauptgericht gereicht werden. Auch eine Schokoladensoße durfte nicht fehlen.

Nebenbei erklärte Sie noch die Zubereitung von Gemüse- und Fleischfonds und wie man sie bevorraten kann. Diese verwendet Sie gerne für die Herstellung der Soßen.

Im Anschluss konnten die Frauen die leckeren Soßen mit Nudeln und Reis probieren und zum Abschluss gab es noch Birnen mit Schokoladensoße.

soc39fenabend2-04.2019.jpg

Die Vorsitzende Bärbel Wöhrle dankte Frau Vollmer-Haug mit einem Blumengruß.

 

 

Wintergymnastik der Landfrauen 2019

Standard

Der Frühling macht sich an manchen Tagen im April schon richtig bemerkbar.
Dann ist die Zeit gekommen, in der die Winter-Gymnastik der Landfrauen ihrem Ende zugeht. Am Montag dieser Woche war es wieder soweit.
Nach kurzen Lockerungsübungen und einem Aufwärm-Training unter der bewährten Leitung von Iris Kirschbaum ging es zum gemütlichen Teil über. Alle Teilnehmer brachten eine kleine Leckerei mit, die beim gemütlichen Beisammensein verkostet wurden.

Als Dankeschön für ihren Einsatz hat Brigitte Hippler im Namen aller Teilnehmerinnen wieder ein schönes Frühlings-Präsent hergestellt und überreicht.

20190401_211651

 

Jahreshauptversammlung 2019

Standard

Am 22.März 2019 fand die 27. Jahreshauptversammlung der Landfrauen Gutach im Gasthaus „Löwen“ statt.

Die Vorsitzende Bärbel Wöhrle konnte wieder zahlreiche Landfrauen und Landmänner begrüßen. Bärbel Wöhrle und Schriftführerin Erika Lehmann teilten sich den Vortrag um über die vielen Aktivitäten des Jahres 2018 zu berichten.

Vom Landfrauenverband überbrachte Martina Webering Grüße und Anerkennung für das breit gefächerte und umfangreiche Angebot der Gutacher Landfrauen im Laufe des Jahres.

Bürgermeister Eckert hob den Stellenwert der Landfrauen in der Gutacher Vereinsgemeinschaft hervor. Er freute sich ganz besonders über die Beteiligung und Bereitschaft der Landfrauen sich bei der Umgestaltung des Kurparks und mit der Planung eines Rosengartens einzubringen.

Für 25 jährige Vereinszugehörigkeit konnte Bärbel Wöhrle vier Landfrauen ehren, die sich in vielfältiger Weise in den Verein eingebracht haben. Die Geehrten: Anita Meiners, Sieglinde Schmider, Susanne Baumann und Marie Wöhrle.

GutLaFra319

 

Der Terminkalender 2019 ist noch nicht ganz gefüllt, aber ein paar Veranstaltungen konnten schon präsentiert werden wie z.B. ein 2-tägiges Seminar über Pilze mit Frau Pätzold aus Hornberg, Vortrag des Namenforschers Prof. Kunze über das Nibelungenlied und auch wieder eine Kreativ-Technik für die handwerklich/künstlerisch tätigen Landfrauen.

Der Abend wurde mit einer Lesung der Gutacher Autorin Johanna Schwidergall aus ihrem Buch „Matoke, Mangos und Moskitos“ über die Frauen in Uganda fortgesetzt.

Zum Abschluß  des Abends begeisterte Frau Angelika Kalmbach-Ruf  vom BUND die anwesenden Landfrauen mit einem Vortrag über „Schmetterlinge und ihre Futterpflanzen“. Die Flyer und das Info-Material über die richtigen Pflanzen waren bald schon vergriffen.

 

 

 

 

Weiden Flechtkurs bei Barbara Schulte

Standard

Dass Landfrauen auch handwerkliche Fähigkeiten besitzen,  zeigen sie immer wieder in ihren verschiedenen Kreativ-Kursen.

Auch dieses Jahr finden wieder zwei  Weidenflecht-Kurse statt. Am letzten Samstag pünktlich ab 13:00Uhr kam – wie vom Wetterbericht- versprochen die Sonne raus und bescherte den gut gelaunten Frauen, vollen Sonnenschein auf der grünen Wiese, für ein intuitives Flechten mit den Weidenruten.

Barbara Schulte zeigte verschieden geflochtene Weiden-Modelle zur Anregung, aus denen sich die Teilnehmerinnen ihren Favoriten aussuchen konnten. So wurde unter fachkundiger Anleitung fleißig geflochten wobei darauf zu achten war, dass jede Weidenrute ihre eigene Dynamik entwickelt, die beachtet und betont werden sollte.
So wurde z.B. am Anfang eine ovale Schale geplant und zum Schluß ist daraus ein Fischmodell auf einem schwankenden Stab geworden!!!

Zum Fachsimpeln und regen Austausch war eine kleine Kaffee-Pause dazwischen sehr willkommen.

Nach Sonnenuntergang war jede Teilnehmerin zufrieden mit ihrem Werk und konnte ein schönes selbstgeflochtenes Unikat mit nach Hause nehmen.
Ein großes Lob und Dankeschön geht an Barbara Schulte, die alles sehr gut vorbereitet und organisiert hat.

 

Die Landfrauen zeigten beim Hexenball, dass sie „saugut“ Tango tanzen können!

Standard

Die Gutacher Landfrauen steuerten eine närrische Tanzeinlage zur Unterhaltung beim Hexenball bei.

Mit dem Lied von Dieter Hallervorden „legt die Sau mit ihrem Eber einen Tango auf ´s Parkett“ und dem originell einstudierten Schweine-Tango, sorgten Sie wieder einmal für große Aufmerksamkeit in der Festhalle.

Die Sauen mit ihren Ringelschwänzchen, Schweinetütü´s , und Schweine-Füßchen bewegten sich mit den „wackelnden Koteletts“ so anmutig, dass die „Eber“ großen Gefallen an Ihnen fanden und den Tango mit ihren Frauen tanzten.

Das Publikum applaudierte lange, dass Sie nicht um eine Zugabe herum kamen. Die Idee am Schluss, kleine geräucherte Würstchen unter das Publikum zu verteilen, kam sehr gut an.

 

Krebs und Ernährung – gibt es Zusammenhänge?

Standard

Am 4. Februar 2019 war der Weltkrebstag – auch die Gutacher LandFrauen wollten sich zu diesem Thema informieren und hatten in Zusammenarbeit mit dem Ernährungszentrum Ortenaukreis einen Vortragsabend zum Thema „Krebs und Ernährung – gibt es Zusammenhänge?“ organisiert. Referentin war Dipl. Oecotrophologin Frau Dr. Silke Bauer aus Gengenbach. Sehr viele Interessierte waren der Einladung in das Gasthaus Löwen gefolgt.

 

Frau Dr. Silke Bauer nannte mögliche Ursachen für eine Krebserkrankung bspw. die Genetik, Umweltfaktoren, Zufall oder auch der persönliche Lebensstil. Ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen, Alkohol oder wenig Bewegung könne das Risiko an bestimmten Krebsarten zu erkranken, erhöhen. Sie gab Informationen und Tipps, wie man sich richtig und abwechslungsreich ernähren kann. Mehrmals täglich Obst und Gemüse, gesunde Fette, Fisch  und weniger, aber  hochwertiges Fleisch tragen dazu bei, dass wir unseren Körper mit ausreichend Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen und gesunden Fetten versorgen. Regionale und saisonale Produkte sind dafür bestens geeignet. Anhand von verschiedenen Beispielen zeigte sie auch auf, wieviel Zucker und ungesunde Fette in Produkten versteckt sind und nannte gesunde Alternativen. Ein gesundes Körpergewicht, tägliche Bewegung und Sport können auch zur Vorbeugung beitragen. Den Erkrankten riet sie von extremen Ernährungsformen und langen Fastenkuren ab. Um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren sollten sie auch keinen Druck auf sich ausüben und dem Körper Pausen gönnen. Im Anschluss an Ihren Vortrag beantwortete sie noch gerne die Fragen der Zuhörer.

Krebs-Ernährung 02 2019

Die 1. Vorsitzende Bärbel Wöhrle freute sich über das große Interesse an dieser Veranstaltung und dankte Frau Dr. Bauer für den informativen Vortrag. Sie übergab Ihr einen Frühlingsgruß und ein gesundes Brot.