Archiv des Autors: blondy2710

Lichtgangabend der Landfrauen- und Männer

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Wie schon seit Jahren fand dieser Tage der traditionelle Lichtgang-Abend der Landfrauen statt.

Dieses Mal fühlte sich auch eine Gruppe Landmänner angesprochen und machten sich zusammen mit vielen Frauen auf den Weg zum Langenbacherhof. Die gute Stube von Hans und Veronika war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Anwesenden erlebten den Gastgeber als lustigen Schauspieler und Sänger, der die Moritat vom „Hamperle“ zum Besten gab. Die Beleuchtung wurde an die „gute alte Zeit“ angepasst – und bei der Helligkeit einer Kienspanbeleuchtung sangen die Frauen alte bekannte Volkslieder. Auch der Hans vom Schnookeloch, die Schwarzwaldmarie und natürlich das Badner-Lied durften nicht fehlen und wurden mit Inbrunst gesungen.

Anschließend konnten die Gäste, passend zu der damaligen Zeit, die „schwarze Supp“ und Kartoffelsalat, Bratwürste und Bauernbrot verkosten. Zu späterer Stunde wurde ein weiteres Highlight aufgetischt: Hefezopf und Getreidekaffee mit Gerstenmalz und Zichorie, den die meisten Anwesenden mit ihrer Jugendzeit in Verbindung brachten.

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Die Männer haben sich inzwischen mit einem Kartenspiel in die Küche zurückgezogen. Dort wurde auf besonderen Wunsch einiger Landmänner das Skatspielen erklärt und den interessierten Männern beigebracht. Der Hofherr mahnte und erinnerte sie daran, dass früher durch die Spielsucht des Bauern manch einer seinen Hof und sein Gut verspielt hatte.
Beim Abschiednehmen erfuhren Hans und Veronika viel Lob und Dankbarkeit für die Bereitschaft einen Abend lang ihre Stube mit 23 Personen zu teilen und sie zu verköstigen.

Bärbel Wöhrle dankte im Namen aller Landfrauen und Männer und überreichte ein kleines Gastgeschenk.

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Winterwanderung 2020

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Am ersten Sonntag im neuen Jahr fand die Winterwanderung unter Leitung von Bärbel und Gerhard Wöhrle statt. 31 Mitglieder, Partner und Gäste waren der Einladung gefolgt und fuhren in Fahrgemeinschaften über das Elztal ins Glottertal.  Das herrliche Wetter hatte bestimmt auch dazu beigetragen, dass nicht nur unsere Gruppe den „Glottertäler Engelweg“ ablaufen wollte, sondern noch viele andere Besucher. Nachdem alle Autos in der Nähe der Eichberghalle einen Parkplatz gefunden hatten, starteten wir zu unserem Rundgang. Der knapp 4 km lange Rundweg verlief  auf der einen Seite des Tales an liebevoll weihnachtlich dekorierten Häusern und Höfen mit den Engelstationen vorbei. Immer wieder wurde angehalten und die Stationen betrachtet und die liebevollen Sprüche gelesen. Nachdem wir auf die andere Talseite gewechselt hatten führte der Weg zu einem schönen Rastplatz. Schnell waren die mitgebrachten Liköre und „Weihnachtsbrödle“ ausgepackt und Alle konnten sich daran stärken.

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Auf dieser Seite des Tales verlief der Rundweg auf dem Winzerpfad durch die Reben. Hier gab es u.a. eine wunderschöne Krippe im alten Stolleneingang oder im Häusle in den Reben, sowie große Engel aus Rebenholz zum Bestaunen.

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Am Friedhof vorbei gingen wir zur Dorfmitte und dann zurück zu unseren Autos. Auf der Rückfahrt kehrten wir im „Gasthaus Schützen“ im Oberprechtal ein und ließen den Tag bei einem guten Essen ausklingen. Herzlichen Dank an Bärbel und Gerhard Wöhrle für die gute Organisation dieses schönen Nachmittags.

Senioren-Adventsfeier am 1. Advent

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Die Gemeindeverwaltung Gutach veranstaltete zusammen mit den Landfrauen die bereits traditionelle Gutacher Senioren-Weihnachtsfeier.

Bürgermeister Siegfried Eckert begrüßte die zahlreich anwesenden  „jung gebliebenen Gutacher Senioren“.

Die Landfrauen waren für die Getränke und die Kuchentheke verantwortlich und hatten am Anfang alle Hände voll zu tun  um dem Kuchenansturm standhalten zu können. Alle Besucher wurden jedoch zufrieden gestellt und konnten sich anschließend dem Programm mit den Liedern des Gesangvereins, den radsportlichen Aufführungen der jungen RSV-Sportlerinnen, den magischen Zaubertricks von Alfred Metzler und den schon traditionellen Fotos – ausgesucht von unserem „Gutacher Franzos“ Jean-Philipp Naudet- aus längst vergangenen Zeiten von Gutach, erfreuen.

Bei Einbruch der Dunkelheit ehrte Bürgermeister Eckert die Landfrauen für die Organisation, Dekoration und persönlichen Einsatz für die Gutacher Senioren. Bärbel Wöhrle und Brigitte Hippler erhielten stellvertretend eine kleine Anerkennung.

Anschließend kam der Nikolaus, der mit weihnachtlichen Liedern –angestimmt vom Gesangverein Eintracht Gutach- begrüßt wurde und an alle Senioren und Seniorinnen kleine Hefekränzle von unserem Dorfbeck verteilte.

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„Am Ende der Welt“ – Multimediashow von Norbert Weisser aus Schiltach

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Am vergangenen Freitag entführte Herr Weisser, die Anwesenden im Gasthaus „Löwen“ mit seiner Multimediashow in eine andere Welt. Im Jahr 2016 war er der Einladung der Liebenzeller Mission gefolgt und zu einem 4 wöchigen Bauhelfereinsatz nach Kudjip in Papua Neuguinea geflogen. Auf der Missionsstation beim Missionsehepaar Gerhard und Elisabeth Stamm waren sein handwerkliches Geschick und seine medizinischen Kenntnisse sehr gefragt. Bodenfliesen verlegen, eine Dusche ausfliesen und eine große Schaukel aus Bambusrohren zu bauen, waren ein Teil seiner Arbeit. Aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung kamen viele Einheimische zur Missionsstation und Herr Weisser musste die unterschiedlichsten Verletzungen versorgen, Zähne ziehen oder Ohren ausspülen. Er berichtete vom einfachen und vom Glauben geprägten Leben auf der Missionsstation und von den unterschiedlichen Begegnungen mit den Einheimischen und deren Gastfreundschaft. Papua Neuguinea hat viele Bodenschätze, u.a. Gold. Die Kriminalität ist sehr hoch und das öffentliche Leben ist von Korruption geprägt. Das musste Norbert Weisser hautnah erleben, als er nach 4 Wochen seine Heimreise antreten wollte. Aufgrund von Unruhen bei der Parlamentswahl im Bezirk Kudjip musste er seinen Rückflug mehrfach verschieben und so wurden aus 4 ungewollt 5 Wochen. Nur durch die Unterstützung von Schweizer Missionaren konnte er auf Umwegen und mit Bestechung (Honig) seinen Rückflug antreten. Im Jahr 2017 war er ein weiteres Mal im Papua Neuguinea. Es ist geplant eine weitere Multimediashow zu veranstalten. Bärbel Wöhrle dankte Norbert Weisser für den sehr interessanten Vortrag und übergab ihm einen Original Schwarzwälder Kirschstollen. Die Spenden aus dieser Veranstaltung wird Herr Weisser direkt weiterleiten.

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Pilzseminar der Gutacher Landfrauen

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Das 2-tägige PilzSeminar der Gutacher Landfrauen mit der Pilzexpertin Karin Pätzold aus Hornberg stieß mit vierundzwanzig Teilnehmern auf großes Interesse. Es kamen Interessierte nicht nur aus Gutach, sondern der ganzen Umgebung von Hornberg, Hausach, Haslach und Offenburg. Der Einführungsvortrag am Freitagabend von Pätzold enthielt sowohl faszinierende Fotos von Pilzraritäten aus der Umgebung von Hornberg sowie von weiteren Speise- und Giftpilzen. Die Pilze werden in der Wissenschaft neben den Pflanzen (Flora) und Tieren (Fauna) als Fungibezeichnet und haben ein eigenes Reich. Die Lebensweise der Pilze findet zum großen Teil als Symbiose mit Bäumen (Mykorrhiza) statt, ein gleichberechtigtes, nützliches Zusammenleben für Baum und Pilz. Die holzzersetzenden Pilze, als Braun- und Weißfäuleerreger, mineralisieren das Holz und stellen es als Waldboden den Pflanzen wieder zur Verfügung. Sie wurden im Seminar vereinfacht Müllabfuhr des Waldesgenannt. Die zwei Großgruppen der Pilze, die Schlauch- und Ständerpilze, gehen schon seit 541 Millionen Jahren der Erdgeschichte getrennte Wege. Pätzold erklärte leicht verständlich den Unterschied der Sporenbildung der beiden Pilzgruppen mit einigen Mikrofotos. Im weiteren Vortrag kamen Röhrlinge sowie Lamellenpilze mit weißem, rosa, braunem und schwarzem Sporenpulver zur Sprache. Jeder Pilz wurde zusammen mit den Teilnehmern vom Hut bis zur Stielbasis bis ins Detail beschrieben. Allen voran die tödlich giftigen Pilze und ihre Doppelgänger. So lernte jeder Einzelne die Herangehensweise der Pilzbestimmung kennen. Der Speisewert spielte hier ebenfalls eine Rolle. In Großaufnahme wurden Röhren, Lamellen, Leisten und Stacheln der Pilze aufgezeigt, Sprödblättler wie Täublinge und Milchlinge anhand ihrer Zellstruktur vorgestellt. Attraktiv waren die verschiedenen Porlinge und ebenso die unterirdischen Pilze wie Trüffel.

Begleitend zu dem Vortrag bekam jeder Teilnehmer als Gedankenstütze von der Referentin ein vierseitiges Unterrichtspapierausgehändigt. Ausgelegt waren verschiedene Porlings-Arten wie Zunderschwamm und der daraus gefertigte Hut. Eine Attraktion war der Tisch mit Handarbeiten von Rita Zajoncs, die Naturwolle mit Pilzen gefärbt hatte. Vor der Exkursion am Samstag hatte keiner der Teilnehmer große Erwartungen Pilze zu finden. Das Ergebnis jedoch war überwältigend. An die 30 – 40 Pilzarten lagen anschließend auf den Tischen im Gasthaus Löwen. Sie wurden auf Schälchen nach Gattungen ausgelegt und von Karin Pätzold bis in den frühen Abend besprochen. Dabei waren vom kuriosen Strubbelkopf-Röhrling, Steinpilze, Butterpilze über Fliegenpilze, Gelber Knollenblätterpilz bis zu den Täublingen, Pfifferlingen, Semmelstoppelpilzen und Krause Glucke vertreten. Besonders schön waren die Rotrandigen Baumschwämme, der Tannenfeuerschwamm und die jungen weißen Birkenporlinge, die schon Ötzi zu schätzen wusste. Die Begeisterung für Pilze, die Karin Pätzold ausstrahlte, sprang auf die Teilnehmer über. Ein Ehepaar äußerte sich folgendermaßen: Wir sehen die Pilze jetzt mit ganz anderen Augen. Genau das war wohl auch die Intension von Pätzolds Pilzseminar in Gutach. Die Vorsitzende der Landfrauen Gutach Frau Bärbel Wöhrle bedankte sich bei Frau Pätzold für das lebendige und informative Wochenende mit einem blumigen Präsent.

Das Nibelungenlied

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bedeutende Literatur – lebhaft erzählt
Prof. Kunze lehrte bis zu seiner Emeritierung ältere deutsche Literatur an der Universität Freiburg. Zahlreiche Publikationen zur mittelalterlichen Literatur und Sprachgeschichte haben seinen hervorragenden Ruf in der wissenschaftlichen Welt begründet. Einer breiten Öffentlichkeit ist er als Dialekt- und Namensforscher bekannt. Er präsentierte am 27. September das Nibelungenlied im Gutacher Feuerwehrhaus einer kleinen interessierten Zuhörerschaft.
Kunze ging in Donaueschingen zur Schule und da er von einem schlimmen Heuschnupfen geplagt wurde musste er den Unterricht verlassen. So ging der Schüler Kunze aus Langeweile in die Fürstenbergische Hofbibliothek und kam dort mit der original Handschrift in Berührung. Dieses Werk hat großes Interesse bei ihm geweckt und lies ihn nicht mehr los. Es gehört heute um Weltdokumentenerbe der UNESCO und war mit der Auslöser für seine berufliche Zukunft.
Er wusste zu berichten, dass die Nibelungensage bis in die Zeit der germanischen Völkerwanderung zurückreicht und war im deutschen, nordischen und englischen Sprachraum das ganze Mittelalter hindurch sehr bekannt. Vor ungefähr 800 Jahren aufgeschrieben, ein poetisches Wunder mit ca. 2400 Strophen war es ein Bestseller zur damaligen Zeit. Gut könne man sich vorstellen, wie das Publikum an langen Abenden gespannt dem Erzähler lauschte. Jedem Zuhörer damals musste klar gewesen sein, dass die Handlung zu einem blutigen Höhepunkt führen müsse.
Nach diesem kurzen Abriss nahm Prof. Kunze die Zuhörer mit in das Spiel von Liebe und Intrigen, Macht, Rache und Verrat. Gegliedert in zwei Teile steht im ersten Teil Kriemhilds erste Ehe mit Siegfried und Siegfrieds Tod im Mittelpunkt, im zweiten Teil Kriemhilds Rache. Kunze stellt das Bild der Frau anhand Kriemhild und des Mannes anhand Hagen von Tronje vor: Zuerst gefügig unter der Vormundschaft des Vaters, nach dessen Tod der Brüder und nach der Hochzeit des Ehemanns verlangt Kriemhild einen Anteil des Erbes von Ihren Brüdern, sie lehnt sich jetzt gegen die Vormundschaft auf und verlangt das gleiche Recht. Das Streben von Ruhm bis über den Tod und wahres Heldentum ist der Antrieb für die Handlungen der tapferen Recken, sowie die ererbte Gefolgspflicht. Diese kann niemals für eine Frau gelten, deshalb wird Kriemhild das Erbe verwehrt. Lebhaft berichtete Kunze zuerst von glücklichen Tagen und Festen, im zweiten Teil von Schmerz und Klage in der mittelhochdeutschen Urversion und übersetzt in verständliches Neuhochdeutsch. „Das Werk ist in sich nicht schlüssig“, so Kunze und eher verworren. Es vermengt alte Sagen und Legenden um die Germanen von Island bis Burgund, sowie das Donaugebiet bis Ungarn. „Die Zeiträume gehen vorne und hinten nicht auf und lassen erahnen wie die Menschen im 13. Jahrhundert die Welt erlebten.“
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Die Vorsitzende Frau Bärbel Wöhrle dankte im Namen der Landfrauen Herrn Prof. Kunze für den lebendigen Vortrag mit einem Honigschnaps, der solle gegen Erkältung helfen, wenn man in vorher trinkt und einem kleinen original Bollenhut.

Endlich Tomaten!

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Herrlicher Sonnenschein und gute Laune begleitete den Ausflug der LandFrauen Gutach zum Demeterhof Rudmann in Ihringen-Wasenweiler. Die Zeit bis zur Führung wurde genutzt um das reichhaltige Angebot im Hofladen in Augenschein zu nehmen. Neben Obst, Gemüse und 25 Sorten Tomaten sind vielfältige Artikel im Verkauf u.a. Bio-Eis, Käse, Brot, Kuchen, Wein, die auch auf Wochenmärkten im Elsass und Freiburg vermarktet werden.

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Betriebsleier Kilian Rudmann führte uns in sein 800 qm großes Tomatengewächshaus das er seit 2013 nutzt und seit 2018 auf Demeter-Betrieb umgestellt hat. Erfolgreich experimentiert er mit Roggenstroh, das den Boden im Gewächshaus vor dem Austrocknen schützt und die Bodenlebewesen fördert. Auf kleiner Fläche läuft ein Versuch mit Studentenblumen gegen Nematoden. Der Betrieb setzt auf samenfeste Liniensorten. Die Mutter des Betriebsleiters hat das umfangreiche Wissen und gewinnt die Samen, sodass die Sorten selbst nachgebaut werden können. Die Pflanzen werden händisch gepflegt ohne Messer und Scheren. Verletzte Stellen kommen so nicht mit Metall in Berührung und können nicht oxydieren. Gleichzeitig findet durch die Erschütterung der Pflanze bei der Pflege die Bestäubung statt, es werden keine zugekauften Hummelvölker mehr eingesetzt. Probleme bereitet eine eingeschleppte Wanzenart die nicht nur an Tomaten saugt. Nach ausgiebiger Besichtigung, einem Überblick über die Tomatenvielfalt und grundlegenden Informationen zur Pflege begann die Verkostung zum Vergleich mit einer Hybrid-Tomate aus der Massenproduktion. Danach kamen nacheinander die hofeigenen Tomaten auf den Tisch und so vielfältig die Formen und Farben, so vielfältig der Geschmack. Tomaten im Glas oder roh eingefroren, so kann der Geschmack nach Sommer für die tomatenlose Zeit konserviert werden. Der Abschluss fand im Martinshof Wasenweiler statt. Im gemütlichen Biergarten bei leckeren Speisen und Getränken klang der Tag gemütlich aus.