Jahreshauptversammlung der Landfrauen

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-Bärbel Wöhrle gibt den Vorsitz ab-                                            

Nach zwölf Jahren im Amt leitete Bärbel Wöhrle, Vorsitzende der Gutacher Landfrauen, ihre letzte Jahreshauptversammlung in der Festhalle. Doch es wird in einem „der wichtigsten Gutachter Vereine“, wie es Bürgermeister Siegfried Eckert ausdrückte, ähnlich erfolgreich weitergehen. Bärbel Wöhrle bleibt dem Vorstandsteam erhalten und tritt ins zweite Glied zurück. Ihre bisherige Stellvertreterin Bettina Breithaupt wird die Landfrauen künftig führen. Auch sie ist längst ein sehr engagiertes Mitglied.

Bärbel Wöhrle und die scheidende Schriftführerin Erika Lehmann, die nach 28 Jahren im Amt ebenfalls auf den Stellvertreterposten als Schriftführerin wechselt, blickten auf über 60 Aktivitäten zurück das 2019 und 2020 geboten wurde, bis Corona kam.

Bürgermeister Eckert hielt einen Rückblick auf die Höhepunkte in der Amtszeit von Bärbel Wöhrle. Sie sei ein Glücksfall gewesen, immer hilfsbereit und verlässlich. Große Veranstaltungen wurden professionell bewirtet und eine Vielzahl an Häppchen /Tellern schmackhaft und dekorativ angerichtet. „Sie haben eine Erfolgsgeschichte geschrieben“, betonte er. So etwas kann nur möglich sein, wenn an der Spitze jemand wie Bärbel Wöhrle stehe. Sie wurde mit langen, stehenden Ovationen bedacht und gab den Dank umgehend an ihr Vorstandsteam und die Mitglieder zurück.

Bärbel Wöhrle richtete persönliche Worte an Erika Lehmann und dankte ihr für die „zahlreichen Ideen“ und eine immer unterstützende Hand in den vergangenen Jahren. Beide durften sich zum Abschied über Geschenke freuen.

Elisabeth Harter vom Landfrauenbezirk dankte für „schöne und wertvolle Begegnungen“. Um so ein tolles Vereinsleben zu erhalten, brauche es solch ein Team. Sie leitete die Neuwahlen bei denen Ellen Neisse-Scharff als Kassiererin und Sabine Mai-Bizenberger als Stellvertreterin bestätigt wurden. Tina Moser übernimmt das Amt der Schriftführerin und Beisitzerinnen sind Brigitte Hippler und Angelika Moser. Verabschiedet wurde Christine Haas, die aus beruflichen Gründen (Studium) ausscheidet. Sie hat uns immer mit ihrem digitalen Wissen unterstützt.

Bettina Breithaupt dankte in ihrer Antrittsrede für das Vertrauen. Es seien große Fußstapfen, in die sie trete. So weitermachen wie bisher, sei erst einmal ganz gut. In diesen Zeiten erfordere das Vereinsleben eine neue Kommunikation und eine aktuelle Homepage. Außerdem sind ihr die Vorschläge und die Kritik der Mitglieder wichtig. Ein „Herzenswunsch“ ist für sie die Wiederbelebung alter traditioneller Gerichte, „die die Jungen nicht mehr lernen“. Dafür brauche es die Unterstützung der älteren Mitglieder. „Bitte meldet eure eigenen Rezepte, dann probieren wir sie aus. Darüber würde ich mich sehr freuen“.

Kinderferienprogramm

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Bemalen der Siloballenraupe

Die Gutacher LandFrauen luden im Rahmen des Kinderferienprogrammes zum Bemalen einer Siloballenraupe ein.

Florian Wöhrle hatte die Siloballen zuvor auf der Wiese zu einer Raupe zusammengelegt.

Die Kinder wurden mit Farbe und Pinsel ausgestattet und gingen dann schnell ans Werk. Sie bemalten mit viel Fantasie und Hingabe eine Seite eines Siloballens.

Mit Sorge beobachten die Landfrauen die schwarzen Wolken und den aufkommenden Regen.

Doch durch die spontane Unterstützung von Dominik Lehmann und Florian Wöhrle wurde eine Überdachung für unsere Raupe aufgestellt und die Kinder konnten größtenteils im Trockenen weitermalen. Große Freude herrschte bei den Kindern, als sie hörten, dass es noch eine Überraschung gibt. Nach getaner Arbeit wurden Teppiche unter dem Zelt ausgebreitet und die Kinder konnten sich mit Getränken und Pommes und die Betreuer mit Kuchen stärken.

Die restliche Zeit verbrachten die Kinder auf der abgemähten Wiese mit Ball spielen und „Grashüpfer“ suchen. Natürlich wurden beim Abholen den Eltern die Kunstwerke gezeigt. Allen Beteiligten hatte dieser Nachmittag viel Spaß gemacht und die bunte Siloballenraupe ist ein Blickfang geworden.

Ein herzliches Dankeschön an Florian Wöhrle und Dominik Lehmann für ihre Unterstützung und an Christian Weber von „Weber’s Esszeit“ für die Pommes- und Kuchenspende.

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aus Vereinsinfo LandFrauenverband Südbaden

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Die COVID-19-Krise: Was sie für Verband und Vereine bedeutet

Wie geht es in Zeiten von Corona weiter mit dem Vereinsleben? Diese Frage haben Sie sich sicher in den letzten Wochen öfter gestellt. Diese Fragen beschäftigt auch uns – sowohl, was die Aktivitäten der Ortsvereine anbelangt als auch bezüglich geplanter größerer Veranstaltungen des Verbandes sowie unserer Bildungsangebote.

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben fährt langsam wieder hoch und auch die Grenzen werden schrittweise wieder geöffnet – Vereinsfeste sind derzeit leider noch nicht erlaubt. Hier gilt es weiter pragmatisch „auf Sicht“ zu fahren. Wir haben auf politischer Ebene auch angemahnt, die Vereine und Anbieter im Bereich Erwachsenenbildung noch stärker in den Blick zu nehmen und einen Fahrplan vorzulegen. Laut aktueller Meldung sollen ab dem 1. Juni in Baden-Württemberg öffentliche Veranstaltungen unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich sein. Dazu zählen auch Vereinsversammlungen und die Bildungsveranstaltungen der Ortsvereine, wie zum Beispiel Vorträge, Kreativveranstaltungen und die Gymnastikkurse. Hier lassen sich in der Regel Abstandsregelungen und Hygienevorschriften besser einhalten. Sobald uns hierzu konkrete Informationen vorliegen, lassen wir Ihnen diese zukommen. Wir planen im Herbst mit unseren Bildungsangeboten zu starten (unter Einhaltung von Hygieneauflagen und Abstandsregeln) und werden in Kürze über unser Programm informieren. Auch halten wir Sie über die aktuelle Entwicklung bezüglich der Vorgaben für Vereine auf dem Laufenden.

Wir hoffen, dass das LandFrauenleben bald wieder anlaufen kann.

Bewährte Naturheilmittel bei Kindern – Von der (A)kne bis zur (Z)ecke

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Gemeinsam mit der Heilpraktikerin Kordula Kaiser hatten die Gutacher LandFrauen zum Gesundheitsvortrag „Bewährte Naturheilmittel bei Kindern – von der (A)kne bis zur (Z)ecke“ im Gasthaus „Engel“ eingeladen.

Frau Kaiser hatte anhand von Schaubildern den Körper in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Sehr anschaulich erklärte Sie verschiedene Erkrankungen und die Symptome. Die Heilpraktikerin nannte Behandlungsmöglichkeiten mit Heilpflanzen, die man für Tees oder Auszüge verwenden kann oder auch Wickel und Umschläge. Da die meisten Erkrankungen sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen auftreten können wies Frau Kaiser auf die richtige Anwendung hin.

Angeregt wurden eigene Erfahrungen ausgetauscht und Frau Kaiser beantwortete gerne die gestellten Fragen.

Bärbel Wöhrle bedankte sich bei Kordula Kaiser mit einem Frühlingsgruß für diesen informativen Vortrag.

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Lichtgangabend der Landfrauen- und Männer

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Wie schon seit Jahren fand dieser Tage der traditionelle Lichtgang-Abend der Landfrauen statt.

Dieses Mal fühlte sich auch eine Gruppe Landmänner angesprochen und machten sich zusammen mit vielen Frauen auf den Weg zum Langenbacherhof. Die gute Stube von Hans und Veronika war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Anwesenden erlebten den Gastgeber als lustigen Schauspieler und Sänger, der die Moritat vom „Hamperle“ zum Besten gab. Die Beleuchtung wurde an die „gute alte Zeit“ angepasst – und bei der Helligkeit einer Kienspanbeleuchtung sangen die Frauen alte bekannte Volkslieder. Auch der Hans vom Schnookeloch, die Schwarzwaldmarie und natürlich das Badner-Lied durften nicht fehlen und wurden mit Inbrunst gesungen.

Anschließend konnten die Gäste, passend zu der damaligen Zeit, die „schwarze Supp“ und Kartoffelsalat, Bratwürste und Bauernbrot verkosten. Zu späterer Stunde wurde ein weiteres Highlight aufgetischt: Hefezopf und Getreidekaffee mit Gerstenmalz und Zichorie, den die meisten Anwesenden mit ihrer Jugendzeit in Verbindung brachten.

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Die Männer haben sich inzwischen mit einem Kartenspiel in die Küche zurückgezogen. Dort wurde auf besonderen Wunsch einiger Landmänner das Skatspielen erklärt und den interessierten Männern beigebracht. Der Hofherr mahnte und erinnerte sie daran, dass früher durch die Spielsucht des Bauern manch einer seinen Hof und sein Gut verspielt hatte.
Beim Abschiednehmen erfuhren Hans und Veronika viel Lob und Dankbarkeit für die Bereitschaft einen Abend lang ihre Stube mit 23 Personen zu teilen und sie zu verköstigen.

Bärbel Wöhrle dankte im Namen aller Landfrauen und Männer und überreichte ein kleines Gastgeschenk.

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Winterwanderung 2020

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Am ersten Sonntag im neuen Jahr fand die Winterwanderung unter Leitung von Bärbel und Gerhard Wöhrle statt. 31 Mitglieder, Partner und Gäste waren der Einladung gefolgt und fuhren in Fahrgemeinschaften über das Elztal ins Glottertal.  Das herrliche Wetter hatte bestimmt auch dazu beigetragen, dass nicht nur unsere Gruppe den „Glottertäler Engelweg“ ablaufen wollte, sondern noch viele andere Besucher. Nachdem alle Autos in der Nähe der Eichberghalle einen Parkplatz gefunden hatten, starteten wir zu unserem Rundgang. Der knapp 4 km lange Rundweg verlief  auf der einen Seite des Tales an liebevoll weihnachtlich dekorierten Häusern und Höfen mit den Engelstationen vorbei. Immer wieder wurde angehalten und die Stationen betrachtet und die liebevollen Sprüche gelesen. Nachdem wir auf die andere Talseite gewechselt hatten führte der Weg zu einem schönen Rastplatz. Schnell waren die mitgebrachten Liköre und „Weihnachtsbrödle“ ausgepackt und Alle konnten sich daran stärken.

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Auf dieser Seite des Tales verlief der Rundweg auf dem Winzerpfad durch die Reben. Hier gab es u.a. eine wunderschöne Krippe im alten Stolleneingang oder im Häusle in den Reben, sowie große Engel aus Rebenholz zum Bestaunen.

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Am Friedhof vorbei gingen wir zur Dorfmitte und dann zurück zu unseren Autos. Auf der Rückfahrt kehrten wir im „Gasthaus Schützen“ im Oberprechtal ein und ließen den Tag bei einem guten Essen ausklingen. Herzlichen Dank an Bärbel und Gerhard Wöhrle für die gute Organisation dieses schönen Nachmittags.

Senioren-Adventsfeier am 1. Advent

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Die Gemeindeverwaltung Gutach veranstaltete zusammen mit den Landfrauen die bereits traditionelle Gutacher Senioren-Weihnachtsfeier.

Bürgermeister Siegfried Eckert begrüßte die zahlreich anwesenden  „jung gebliebenen Gutacher Senioren“.

Die Landfrauen waren für die Getränke und die Kuchentheke verantwortlich und hatten am Anfang alle Hände voll zu tun  um dem Kuchenansturm standhalten zu können. Alle Besucher wurden jedoch zufrieden gestellt und konnten sich anschließend dem Programm mit den Liedern des Gesangvereins, den radsportlichen Aufführungen der jungen RSV-Sportlerinnen, den magischen Zaubertricks von Alfred Metzler und den schon traditionellen Fotos – ausgesucht von unserem „Gutacher Franzos“ Jean-Philipp Naudet- aus längst vergangenen Zeiten von Gutach, erfreuen.

Bei Einbruch der Dunkelheit ehrte Bürgermeister Eckert die Landfrauen für die Organisation, Dekoration und persönlichen Einsatz für die Gutacher Senioren. Bärbel Wöhrle und Brigitte Hippler erhielten stellvertretend eine kleine Anerkennung.

Anschließend kam der Nikolaus, der mit weihnachtlichen Liedern –angestimmt vom Gesangverein Eintracht Gutach- begrüßt wurde und an alle Senioren und Seniorinnen kleine Hefekränzle von unserem Dorfbeck verteilte.

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„Am Ende der Welt“ – Multimediashow von Norbert Weisser aus Schiltach

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Am vergangenen Freitag entführte Herr Weisser, die Anwesenden im Gasthaus „Löwen“ mit seiner Multimediashow in eine andere Welt. Im Jahr 2016 war er der Einladung der Liebenzeller Mission gefolgt und zu einem 4 wöchigen Bauhelfereinsatz nach Kudjip in Papua Neuguinea geflogen. Auf der Missionsstation beim Missionsehepaar Gerhard und Elisabeth Stamm waren sein handwerkliches Geschick und seine medizinischen Kenntnisse sehr gefragt. Bodenfliesen verlegen, eine Dusche ausfliesen und eine große Schaukel aus Bambusrohren zu bauen, waren ein Teil seiner Arbeit. Aufgrund der schlechten medizinischen Versorgung kamen viele Einheimische zur Missionsstation und Herr Weisser musste die unterschiedlichsten Verletzungen versorgen, Zähne ziehen oder Ohren ausspülen. Er berichtete vom einfachen und vom Glauben geprägten Leben auf der Missionsstation und von den unterschiedlichen Begegnungen mit den Einheimischen und deren Gastfreundschaft. Papua Neuguinea hat viele Bodenschätze, u.a. Gold. Die Kriminalität ist sehr hoch und das öffentliche Leben ist von Korruption geprägt. Das musste Norbert Weisser hautnah erleben, als er nach 4 Wochen seine Heimreise antreten wollte. Aufgrund von Unruhen bei der Parlamentswahl im Bezirk Kudjip musste er seinen Rückflug mehrfach verschieben und so wurden aus 4 ungewollt 5 Wochen. Nur durch die Unterstützung von Schweizer Missionaren konnte er auf Umwegen und mit Bestechung (Honig) seinen Rückflug antreten. Im Jahr 2017 war er ein weiteres Mal im Papua Neuguinea. Es ist geplant eine weitere Multimediashow zu veranstalten. Bärbel Wöhrle dankte Norbert Weisser für den sehr interessanten Vortrag und übergab ihm einen Original Schwarzwälder Kirschstollen. Die Spenden aus dieser Veranstaltung wird Herr Weisser direkt weiterleiten.

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Pilzseminar der Gutacher Landfrauen

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Das 2-tägige PilzSeminar der Gutacher Landfrauen mit der Pilzexpertin Karin Pätzold aus Hornberg stieß mit vierundzwanzig Teilnehmern auf großes Interesse. Es kamen Interessierte nicht nur aus Gutach, sondern der ganzen Umgebung von Hornberg, Hausach, Haslach und Offenburg. Der Einführungsvortrag am Freitagabend von Pätzold enthielt sowohl faszinierende Fotos von Pilzraritäten aus der Umgebung von Hornberg sowie von weiteren Speise- und Giftpilzen. Die Pilze werden in der Wissenschaft neben den Pflanzen (Flora) und Tieren (Fauna) als Fungibezeichnet und haben ein eigenes Reich. Die Lebensweise der Pilze findet zum großen Teil als Symbiose mit Bäumen (Mykorrhiza) statt, ein gleichberechtigtes, nützliches Zusammenleben für Baum und Pilz. Die holzzersetzenden Pilze, als Braun- und Weißfäuleerreger, mineralisieren das Holz und stellen es als Waldboden den Pflanzen wieder zur Verfügung. Sie wurden im Seminar vereinfacht Müllabfuhr des Waldesgenannt. Die zwei Großgruppen der Pilze, die Schlauch- und Ständerpilze, gehen schon seit 541 Millionen Jahren der Erdgeschichte getrennte Wege. Pätzold erklärte leicht verständlich den Unterschied der Sporenbildung der beiden Pilzgruppen mit einigen Mikrofotos. Im weiteren Vortrag kamen Röhrlinge sowie Lamellenpilze mit weißem, rosa, braunem und schwarzem Sporenpulver zur Sprache. Jeder Pilz wurde zusammen mit den Teilnehmern vom Hut bis zur Stielbasis bis ins Detail beschrieben. Allen voran die tödlich giftigen Pilze und ihre Doppelgänger. So lernte jeder Einzelne die Herangehensweise der Pilzbestimmung kennen. Der Speisewert spielte hier ebenfalls eine Rolle. In Großaufnahme wurden Röhren, Lamellen, Leisten und Stacheln der Pilze aufgezeigt, Sprödblättler wie Täublinge und Milchlinge anhand ihrer Zellstruktur vorgestellt. Attraktiv waren die verschiedenen Porlinge und ebenso die unterirdischen Pilze wie Trüffel.

Begleitend zu dem Vortrag bekam jeder Teilnehmer als Gedankenstütze von der Referentin ein vierseitiges Unterrichtspapierausgehändigt. Ausgelegt waren verschiedene Porlings-Arten wie Zunderschwamm und der daraus gefertigte Hut. Eine Attraktion war der Tisch mit Handarbeiten von Rita Zajoncs, die Naturwolle mit Pilzen gefärbt hatte. Vor der Exkursion am Samstag hatte keiner der Teilnehmer große Erwartungen Pilze zu finden. Das Ergebnis jedoch war überwältigend. An die 30 – 40 Pilzarten lagen anschließend auf den Tischen im Gasthaus Löwen. Sie wurden auf Schälchen nach Gattungen ausgelegt und von Karin Pätzold bis in den frühen Abend besprochen. Dabei waren vom kuriosen Strubbelkopf-Röhrling, Steinpilze, Butterpilze über Fliegenpilze, Gelber Knollenblätterpilz bis zu den Täublingen, Pfifferlingen, Semmelstoppelpilzen und Krause Glucke vertreten. Besonders schön waren die Rotrandigen Baumschwämme, der Tannenfeuerschwamm und die jungen weißen Birkenporlinge, die schon Ötzi zu schätzen wusste. Die Begeisterung für Pilze, die Karin Pätzold ausstrahlte, sprang auf die Teilnehmer über. Ein Ehepaar äußerte sich folgendermaßen: Wir sehen die Pilze jetzt mit ganz anderen Augen. Genau das war wohl auch die Intension von Pätzolds Pilzseminar in Gutach. Die Vorsitzende der Landfrauen Gutach Frau Bärbel Wöhrle bedankte sich bei Frau Pätzold für das lebendige und informative Wochenende mit einem blumigen Präsent.

Das Nibelungenlied

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bedeutende Literatur – lebhaft erzählt
Prof. Kunze lehrte bis zu seiner Emeritierung ältere deutsche Literatur an der Universität Freiburg. Zahlreiche Publikationen zur mittelalterlichen Literatur und Sprachgeschichte haben seinen hervorragenden Ruf in der wissenschaftlichen Welt begründet. Einer breiten Öffentlichkeit ist er als Dialekt- und Namensforscher bekannt. Er präsentierte am 27. September das Nibelungenlied im Gutacher Feuerwehrhaus einer kleinen interessierten Zuhörerschaft.
Kunze ging in Donaueschingen zur Schule und da er von einem schlimmen Heuschnupfen geplagt wurde musste er den Unterricht verlassen. So ging der Schüler Kunze aus Langeweile in die Fürstenbergische Hofbibliothek und kam dort mit der original Handschrift in Berührung. Dieses Werk hat großes Interesse bei ihm geweckt und lies ihn nicht mehr los. Es gehört heute um Weltdokumentenerbe der UNESCO und war mit der Auslöser für seine berufliche Zukunft.
Er wusste zu berichten, dass die Nibelungensage bis in die Zeit der germanischen Völkerwanderung zurückreicht und war im deutschen, nordischen und englischen Sprachraum das ganze Mittelalter hindurch sehr bekannt. Vor ungefähr 800 Jahren aufgeschrieben, ein poetisches Wunder mit ca. 2400 Strophen war es ein Bestseller zur damaligen Zeit. Gut könne man sich vorstellen, wie das Publikum an langen Abenden gespannt dem Erzähler lauschte. Jedem Zuhörer damals musste klar gewesen sein, dass die Handlung zu einem blutigen Höhepunkt führen müsse.
Nach diesem kurzen Abriss nahm Prof. Kunze die Zuhörer mit in das Spiel von Liebe und Intrigen, Macht, Rache und Verrat. Gegliedert in zwei Teile steht im ersten Teil Kriemhilds erste Ehe mit Siegfried und Siegfrieds Tod im Mittelpunkt, im zweiten Teil Kriemhilds Rache. Kunze stellt das Bild der Frau anhand Kriemhild und des Mannes anhand Hagen von Tronje vor: Zuerst gefügig unter der Vormundschaft des Vaters, nach dessen Tod der Brüder und nach der Hochzeit des Ehemanns verlangt Kriemhild einen Anteil des Erbes von Ihren Brüdern, sie lehnt sich jetzt gegen die Vormundschaft auf und verlangt das gleiche Recht. Das Streben von Ruhm bis über den Tod und wahres Heldentum ist der Antrieb für die Handlungen der tapferen Recken, sowie die ererbte Gefolgspflicht. Diese kann niemals für eine Frau gelten, deshalb wird Kriemhild das Erbe verwehrt. Lebhaft berichtete Kunze zuerst von glücklichen Tagen und Festen, im zweiten Teil von Schmerz und Klage in der mittelhochdeutschen Urversion und übersetzt in verständliches Neuhochdeutsch. „Das Werk ist in sich nicht schlüssig“, so Kunze und eher verworren. Es vermengt alte Sagen und Legenden um die Germanen von Island bis Burgund, sowie das Donaugebiet bis Ungarn. „Die Zeiträume gehen vorne und hinten nicht auf und lassen erahnen wie die Menschen im 13. Jahrhundert die Welt erlebten.“
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Die Vorsitzende Frau Bärbel Wöhrle dankte im Namen der Landfrauen Herrn Prof. Kunze für den lebendigen Vortrag mit einem Honigschnaps, der solle gegen Erkältung helfen, wenn man in vorher trinkt und einem kleinen original Bollenhut.